Donnerstag, 20. Oktober 2011

Rahmenbedingungen

Seit ungelogen einem Jahr wollen der Liebste und ich schon eine Bilderwand. Zuerst gab es keine Rahmen. Dann gab es keine Bilder. Und nun waren uns die schnöden Bilderrahmen zu langweilig.

Man nehme also:
1 Bilderrahmen, weiß
2 Eddingstifte (dick und fein)


Und der Liebste hat auch gebastelt:
1 Bilderrahmen, weiß
etwas Tapetenkleister
Geschenkpapier


So, jetzt fehlen nur noch KLEINE Bilderrahmen. Etwa in Passbildgröße. Weiß jemand, wo es sowas geben könnte? Denn DANN wäre die Bilderwand perfekt...

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Viele Worte verderben den Beitrag

Also halt ich die Klappe und zeig einfach nur:
(Wie immer: einmal draufklicken und die Bilder werden größer)









Freitag, 30. September 2011

R(h)eingefallen

Der Liebste hatte am Mittwoch noch frei und da das Wetter so toll war, aber auch, weil wir schon seit gut und gerne 7 Jahren davon sprechen, sind wir nach Rüdesheim am Rhein gefahren und wollten uns das geschichtsträchtige Niederwalddenkmal anschauen. 
Morgens um 10 ging's los, etwa 170km Fahrt. In Rüdesheim angekommen, haben wir uns zuerst einen guten teuren Parkplatz gesucht und dann ein Eis geschlemmt. Mit dem Eis in der Hand sind wir durch das Städtchen gezogen, das morgens noch relativ leer war. Denn laut den Erinnerungen des Liebsten war ein Spaziergang durch die allseits bekannte Drosselgasse nur im Gänseschritt möglich. 

Mit dem letzten Happen der Eiswaffel haben wir uns dann Tickets für eine Seilbahnfahrt zum Denkmal gekauft. Die Aussicht war wundervoll, das Wetter war fantastisch, auch wenn es ein wenig diesig war. Doch schon während der Fahrt entdeckten wir, was wir nicht erwartet hatten: Die Germania war verhüllt!
Schei*e! Dabei hätten wir DAS auch vorher schon wissen können. Nein, nicht etwa von Wikipedia, wo ich mir die ganzen Symbole vorher durchgelesen habe, dort wird darüber nämlich kein Wort verloren. Auch nicht, weil die Restaurierung bereits seit 2008 läuft. Nee, nee. Auch nicht von des Liebsten Eltern, die wussten, dass man dort nichts besichtigen kann. Nein. Sondern viel besser: Von mir selbst. Hätte ich mir mal meine Fotos angeguckt, die ich vor gut 2 Wochen auf dem Weinberg der Familie des Liebsten aufgenommen habe, hätte ich es selbst sehen können. Von dort aus sieht man nämlich normalerweise die Germania. Ach, ihr denkt, das wäre zu weit weg? Schaut selbst, was ich auf den Fotos vom 10.09.2011 entdeckt habe:
Und nochmal im Zoom: 
Durch draufklicken werden die Bildchen übrigens größer...
 
Naja, so enttäuschend diese Erkenntnis auch war, wir hatten dennoch einen tollen Tag. Wir haben uns in den Weinbergen verlaufen Wir sind in den Weinbergen spazieren gegangen, haben von ein paar polnischen Erntehelfern je eine Rispe Weintrauben bekommen (die aufgrund der Menge an Pestiziden auf den Träubchen ziemlich eklig waren, und so einen Wein trinken wir dann!?) und einfach die Zeit genossen.








Und weil Rüdesheim irgendwann von sehr, sehr vielen Rentnern aufgesucht wurde und man tatsächlich nur noch im Gänseschritt vorwärts gekommen ist, sind wir mit der Autofähre nach Bingen am Rhein. Dort gab es nicht nur kostenlose Parkplätze, sondern genauso viele schöne Aussichten.






Und genau am Rhein-Nahe-Eck haben wir dann zu Abend gegessen, mit Schnitzel, Melone, Wein bzw. Weizen, Sonnenuntergang und diesem Ausblick:

Gut, ne?

Dienstag, 27. September 2011

Besuchszeiten

Eigentlich war geplant, heute die neuen Fotos von den Kiddies zu zeigen, die am Samstag entstanden sind. Allerdings waren mal wieder so viele schöne Bilder dabei, dass ich da erst einmal stöbern muss und vor allem: mich auch für die schönsten entscheiden muss. Und da ich heute Nachmittag von einem Freund besucht wurde, der noch dazu richtig gut fotografieren kann (wie auch auf einem der Bilder zu erkennen), wurde die Kamera eingepackt und wild drauf los geknipst. Und siehe da: Karlsruhe hat wirklich nette Seiten. Wir waren einen Feierabend-Cocktail schlürfen, haben dabei erzählt, philosophiert, diskutiert und gelacht, um dann am Schlossplatz in der Sonne zu liegen, mich zu bräunen, Sonne zu tanken und die Seele baumeln zu lassen. Und natürlich um mir bezüglich fotografischem Können noch ein paar wertvolle Tipps zu holen. Tatsächlich sind diese Fotos nicht bearbeitet (mal vom Zusammenfügen abgesehen), Chapeau also an Rafa, der mir noch einiges zeigen konnte und der wirklich fantastische Fotos schießt... wenn er die doch auch nur mal online stellen würde! Genießt die Sonne, meine Lieben!!






Dienstag, 13. September 2011

Traditionsreicher Herbstanfang

Für mich beginnt der Herbst, wenn die Zwetschgen reif sind und man ganz nach Pfälzer Art "Grummbeersupp unn Quetschekuche" (Kartoffelsuppe und Zwetschgenkuchen) isst. Dabei liegt dann schon ein ganz bestimmter Geruch in der Luft, der einem ankündigt, dass der Sommer vorbei ist, mag es noch so warm sein.

Kurz darauf beginnt die Zeit der Weinlese. Des Liebsten Opa besitzt ein kleines, aber feines Weingut. Und dort, meine lieben Leser, wächst meiner bescheidenen Meinung nach der weltbeste Wein. Mir kommt kein anderer Wein auf den Tisch und schon gar nicht in die Tüte. Der Rosé schmeckt mir dabei am besten. Er schmeckt nach Sommer, Frische, Himbeeren und ist dabei nicht zu lieblich. Fantastisch! Und welcher Jahrgang wohl am besten schmeckt? Natürlich der, bei dem man bei der Lese mitgeholfen hat (jaja... ich geb's zu. Wir helfen viel zu selten...). Und das war letztes Wochenende mal wieder der Fall. Es war anstrengend, keine Frage. Der Rücken tut entsetzlich weh nachdem man mehrere Stunden in einer Haltung, die irgendwo zwischen bücken und knien liegt, die Rispen abschneidet. Die Schere klebt in der Hand von dem zuckersüßen Traubensaft. Füße und Hosen sind nass vom Morgentau. Aber was die Weinlese so schön macht, ist die Aussicht vom Berg. Der Geschmack der Träubchen, wenn man in eine Rispe beißt wie in einen Apfel. Das Lachen aller Helfer, die fast ausschließlich Familienmitglieder sind. Alle unterhalten sich, es wird gestichelt, erzählt, herzhaft gelacht. Und auch wenn man nicht (offiziell) zur Familie gehört, man fühlt sich wohl, man ist Teil von ihnen. Ich weiß jetzt schon, dass ich bei jedem Schluck des 2011er Weißweins an genau diesen Tag denken werde. Und an jeden einzelnen Helfer. Und die ganze Zeit "mjam, mjam, lecker, lecker" sagen werde.

Genießt den Herbst, meine Lieben! Er ist wirklich toll!




Mittwoch, 31. August 2011

Demut kommt vor dem Fall

Ich befinde mich momentan - wie mehr oder weniger bekannt - mitten in der Bewerbungsphase. Am Montag hatte ich mein allererstes Vorstellungsgespräch. Ein richtiges, ohne Vitamin B und auch nicht für einen Nebenjob, bei dem so ziemlich jeder genommen wird, der bis drei zählen kann. Und somit starre ich nun minütlich auf mein Handy und rufe alle 30 Sekunden meine E-Mails ab, in der Hoffnung nach Erlösung. Aber nachts? Da lieg ich wach und frage mich, ob ich das Gespräch nicht doch versemmelt habe und das anfänglich gute Gefühl direkt nach dem Gespräch nicht einfach nur durch den plötzlich abfallenden Adrenalinspiegel und die Euphorie über das Ende des Gesprächs herbei gerufen wurde. Warum habe ich nicht dieses oder jenes gesagt? Wieso ist mir nicht ein anderes Beispiel eingefallen? Und oh, ich Idiot! Wieso hab ich das nicht soundso gesagt??? Ich hab doch schließlich Sprachen studiert. ICH müsste doch wissen, wie man sich ausdrückt!

Die Wahrheit ist allerdings, dass genau diese Haltung schon im Studium eingepflanzt wurde. Seit dem ersten Tag an. Als stolze und frisch gebackene Abiturientin war ich fest davon überzeugt, das richtige Studienfach gewählt zu haben, da mir dies ja auch irgendwie in die Wiege gelegt wurde. Weit gefehlt! Bei der Vorstellungsrunde im Fach Polnisch wurde mir eröffnet, dass man besser ein anderes Fach hätte wählen sollen und man mir sowieso an meinem Deutsch meine Herkunft anhören würde. Oha! Anfangs fühlte ich mich, wenn auch ziemlich irritiert, noch ein wenig geschmeichelt, war ich doch recht stolz auf meine neu erworbenen Polnisch-Kenntnisse. An Tag 3 fand dann der Sprachtest statt (der ein Jahr später von Grund auf verändert und vereinfacht wurde), der im Prinzip ausschließlich aus Ausnahmefällen der Grammatik bestand und den ich dann an Tag 10 mit einer fetten 5,0 wieder entgegen nahm. Na tolle Wolle, Frau Holle!

Ich musste also am Grundkurs teilnehmen, was ich gut fand, war ich mir doch über meine mangelnden Kenntnisse bewusst. Doch was ist das? Im Grundkurs ging es fast nie um die geprüften Ausnahmefälle, sondern um Grundlegendes wie "das ist ein Stuhl" und "ich habe Hunger". Zwei seeehr lange Semester. Während ich im dreistündigen Grammatikkurs meine Nackenwirbel knacken ließ, um mich noch tiefer ducken zu können, sobald die Reihe zu mir kam und ich unweigerlich Wörter und Zahlen in allen 7 Fällen durch deklinieren musste. Selbst meine Eltern kamen ins Schwitzen, wenn sie auch nur meine Nummer auf dem Telefondisplay sahen und genau wussten, ich würde nun 3 Stunden lang sinnlos Wörter von ihnen dekliniert haben wollen.
Englisch war da schon besser. Gut, man ging in der Masse von etwa 300 Studenten unter, aber wenigstens konnte man mal durchatmen, wenn man weit hinten saß. "Bloß nicht ich, ich bin doch nicht gut!" So zog es sich durch das Studium. In manchen Übersetzungsübungen freute man sich zwar über die 2, erkannte dann aber recht schnell, dass der Schnitt bei 1,7 lag.


Warum, liebe Dozenten und Dozentinnen macht ihr es einem so schwer? Warum seid ihr so erpicht darauf, dass Studenten solche Angst vor euch haben? Wieso schreibt man einem sonst guten Studenten unter die Klausur, dass derjenige sein Diplom niemals bestehen wird, ohne vorher auch nur ein Wort mit ihm gewechselt zu haben (der dann, mit Verlaub, eine 1,8 unterm Diplom hat)? Warum redet ihr den Studenten ein, sie würden eh allesamt Taxifahrer werden? Unbegreiflich ist es mir auch, dass wirklich NUR die guten Dozenten die neu eingeführte und verpflichtende (!) Kursbewertung an die Kursteilnehmer verteilt haben. Und ganz ehrlich: ich kann es nicht verstehen, wie man einen Prüfling 1 Woche vor der mündlichen Prüfung mit Namen anspricht und dann, anders als besprochen, zwei neue Themen hinzufügt, um diesen Prüfling in der Prüfung mit den Worten "ich kenne Sie gar nicht. Waren Sie je in einem meiner Kurse?" zu begrüßen.

Wie kann man denn bitte souverän und selbstbewusst in ein Vorstellungsgespräch gehen und dann auch in der Lage sein, dieses realistisch beurteilen zu können, wenn einem ständig vermittelt wird man sei nichts und könne auch nichts? Alleine die Angabe der Sprachkenntnisse im Lebenslauf ist bei uns Übersetzern schon lachhaft. Wenn so manch anderer angibt, seine Italienischkenntnisse seien "sehr gut", weil im letzten Italienurlaub tatsächlich die gewünschte Pizza serviert wurde, zweifelt unsereins schon an der - wie es so schön heißt - muttersprachlichen Kompetenz, weil ein hörbar osteuropäischer Kommilitone den eigenen Satz verbessert. Und wie sollen wir wissen, wie viel man preislich verlangen kann, wenn entweder gar keine Auskunft gegeben wird oder ein Rat erteilt wird, der fernab jeglicher Realität liegt? Wie kann es sein, dass die Studienordnung nicht verpflichtend für jeden Übersetzer-Studenten vorsieht, Kurse in DEM Übersetzer-Software-Tool schlechthin zu belegen? Ein Tool, das von JEDEM Arbeitgeber gefordert wird! Ein Graphiker ohne Photoshop-Kenntnisse? Undenkbar! Ein Handwerker, der keinen Nagel in die Wand hauen kann? Niemals! Ein Informatiker ohne DOS? Ähm, ja... Jetzt könnte man meinen, unsereins sollte sich das Programm einfach kaufen und sich selbst aneignen. Problem ist nur: es kostet rund 700 Euro und ist wohl für den Geldbeutel eines Studenten nicht erschwinglich. Es scheint selbst für die Uni unerschwinglich zu sein, die noch nicht mal die Vollversion in den ZWEI Kursen im Semester (für 2500 Studenten) anbietet.

Ich will die Uni oder meine Ausbildung nicht schlecht machen. Ich bin in den Genuss einer wirklich sehr guten Ausbildung gekommen. Nicht umsonst nennt sie sich "elitär". Viele Dozenten konnten mir wirklich viel beibringen. Aber ich verstehe leider nicht, warum sich so viele Dozenten als etwas Besseres sehen und uns Studenten nicht als Kollegen betrachten, insbesondere nach meinem USA-Aufenthalt, wo dies der Fall ist. Da geht der Dozent nicht einfach mal bei Semesterbeginn drei Wochen ins Ausland und der Unterricht muss somit ausfallen. Natürlich, dort zahlt man eine Menge mehr Kohle für ein Studium. Aber ich hätte von den Gelehrten in unserem Land (oder zumindest an unserer Universität) ein wenig mehr Respekt und Achtung erwartet. Und dass sie uns auf das Leben nach der Uni vorbereiten, und zwar in ALLEN Aspekten. Schade. 

Und somit stellen sich mir heute die gleichen Fragen wie damals nach den Klausuren: Hätte ich doch nur dieses oder jenes geschrieben. Warum ist mir das Wort nicht eingefallen? Warum hab ich das nicht soundso ausgedrückt? Also liebe Lehrenden, diese jahrelange Demut- und Bittstellerhaltung hat mir bisher nicht geholfen! Im Gegenteil, mein Kreuz tut weh und die Knie sind ganz wund! Und die Zukunft ist auch ungewiss.

Sonntag, 21. August 2011

Am Rhein

Unglaublich, aber wahr: Draußen sind wieder sommerliche Temperaturen! Das musste unbedingt ausgenutzt werden, auch wenn sich die Arbeit noch so hoch auf dem Schreibtisch stapelt. Deshalb ist mein Liebster am Mittwoch früher von der Arbeit nach Hause gekommen, wir haben die Fahrräder (aka Klara und Conrad) eingepackt und sind g'schwind nach Rappenwört.

Rappenwört liegt etwa 8km westlich am Rhein (7,2km von unserer Wohnung. Wir haben das Navi befragt, weil es unglaublich umständlich war, zwei klitzekleine Klappräder in einen Honda Civic zu bekommen und wir wissen wollten, ob man auch hinradeln kann. Kann man zwar, ist aber keine besonders schöne Strecke. Und spät war's auch schon). Und dort ist auch das Naturschutzgebiet zu finden. Wirklich wunderschön. Schade nur, dass rheinaufwärts Knielingen mit all der Industrie die Sicht ein wenig schändet. Naja. Guckt man eben nur in die andere Richtung...

Ach ja, das letzte Bild hab übrigens (dummerweise) nicht ich, sondern der Liebste geschossen. Ein großes Lob an ihn!













Montag, 15. August 2011

Sonne, wo bist du?

Seit Wochen schon warten wir darauf, dass es an einem Sonntag zumindest trocken ist, um mit meinem Bruder, Schwägerin und Nichte mal ein Fotoshooting in der Natur machen zu können. Da es die Meteorologen momentan noch nicht mal hinbekommen, das Wetter für den nächsten Tag richtig vorherzusagen, ist die Kamera immer mit dabei. Am Samstag war es dann zwar schön, allerdings musste mein Bruder arbeiten und konnte nur für 10 Minuten mitmachen. Naja, war trotzdem eine gute Übung. Und für's nächste Mal merken wir uns: 

1. Manuell fokussieren, weil sich Grashalme irgendwie IMMER in den Vordergrund drängen.
2. Eine Wiese suchen mit weniger Disteln.
3. Eine Wiese suchen mit kürzeren Gräsern, damit sich die Kleine nicht vorkommt wie im Wald.
4. Was zum spielen mitnehmen. Der Wassersprüher war der größte Hit.










Kurze Stärkung
Schick machen für's Foto